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Woher kommt eigentlich die Goldene und Platinschallplatte?

Die Goldene und Platinschallplatte in Deutschland

Mit der goldenen und Platinschallplatte werden Musikkünstler und Komponisten ausgezeichnet, deren Verkauf an Tonträgern eine gewisse Mindestzahl im eigenen Land erreicht oder überschritten hat. Liegt die Auflagenzahl über der Goldenen Schallplatte wird die Platinschallplatte verliehen, welche für noch weit höhere Verkaufszahlen steht.

In Deutschland gibt es zusätzlich noch die Bezeichnung von Doppel- und Dreifachveredelungen als Würdigung, also Dreifachgold oder Doppelplatin. Dies ist dann der Fall, wenn der Künstler derart hohe Verkaufszahlen erreichte, dass gewöhnliche Goldauflagen eines Albums doppelt soviel wie eine normale Gold- oder Platinschallplatte repräsentieren. Steht eine Platinschallplatte also für 200.000 verkaufte Exemplare ist ein Doppelplatinalbum bereits äquivalent zu 400.000 Exemplaren. Ähnlich verläuft es bei der Goldenen Schallplatte, jedoch werden hier nur ungerade Anzahlerhöhungen vergeben, da die geraden Verdopplungen bzw. Stückzahlen den Platinauszeichnungen gleichzusetzen sind.

Geschichte der Goldenen Schallplatte

Die Geschichte der Goldenen Schallplatte reicht zurück in die USA des Jahres 1931 für die Single „That Silver Haired Daddy Of Mine“ von Gene Autry, dessen Plattenfirma American Record Corporation ihm diese Würdigung in Form einer Goldenen Schallplatte überreichte. Offiziell und einheitlich geregelt verliehen wurde jedoch die öffentlich erste Schallplatte 1958 an Perry Como für die Single „Catch a Falling Star“ von dem 1952 gegründeten Verband Recording Industry Association of America (RIAA).

Unterschiedliche Entwicklung in wichtigen Ländern und einige Sonderformen

Im Jahr 1976 erweiterte die RIAA die Verleihung auf Platinschallplatten (für 1 Mio. Exemplare) und 1999 die Diamentenschallplatte als rare Sonderform äquivalent zu 10 Mio. verkauften Exemplaren. In den USA wird nicht zwingend die reine Anzahl verkaufter Exemplare herangezogen, was teilweise für Verwirrung sorgte. In Großbritannien wird für Auflagen unter 100.000 die Silberne Schallplatte als weitere Sonderform verliehen.

In Deutschland wird ebenfalls seit dem Jahr 1976 einheitlich geregelt die Goldene und Platinschallplatte vergeben. Anders als in den USA wird hier rein die genaue Anzahl verkaufter Exemplare zur Berechnung des Erreichens einer Auszeichnung herangezogen.

Die zu ereichende Mindestauflagenzahl ist seit einem Beschluss aus dem Jahr 2003 deutlich herabgesetzt und geringer als in den USA, dementsprechend ist eine Goldene Schallplatte bei 100.000 Stück an verkauften Alben zu vergeben bzw. bei 150.000 Stück an Singles. In Deutschland werden die Goldenen Schallplatten einzig von den künstler-eigenen Schallplattenfirmen vergeben, jedoch vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft dokumentiert, ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer kontrolliert die Angaben der Plattenfirmen.

In der Schweiz und Österreich sind die Regelungen abermals anders. In ersterem Land wird eine Goldene bzw. Platinschallplatte, egal ob Album oder Single, bei 15.000 bzw. 30.000 Exemplaren verliehen. Es erfolgten einige Änderungen in der Mindestanzahl bis man sich schließlich 2007 auf 15.000 Einheiten für Gold und 20.000 Exemplare für Platin einigte. In Österreich wird ähnlich Deutschland zwischen Single, Album und DVD gestafelt unterschieden. Hier liegen die Mindestzahlen bei 5.000 (DVD), 10.000 (Album) sowie 15.000 (Single).

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